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Thema: Cannabis bei bipolarer Störung

  1. #1
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    Cannabis bei bipolarer Störung

    Hallo allerseitz.
    Ich bin m, 29 Jahre alt und leide an der Manisch/Depressiven Krankheit. Den letzten Manischen-Schub hatte ich im September 2006 - 6 Wochen Psychatrie...
    Nun quälen mich mittelschwere-schwere Depressionen - laut meinem Psychiater darf ich nie wieder Cannabis konsumieren, sondern stattdessen Neuroleptika (Zyprexa) und AD (Mirtazapin)...
    Ich kann und möchte mich damit einfach nicht abfinden und suche hier Menschen, die bei ähnlicher Erkrankung, den Rat des Arztes nicht befolgen und sich trotzdem mit Cannabis selbst therapieren...
    Ich lebe in Köln und suche vielleicht auch Ärzte bzw. Therapeuten, die toleranter mit dem Thema umgehen...

    MfG *björn.
    Geändert von mensch (31.01.2007 um 15:38 Uhr)

  2. #2
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    Also, ich bin ja nicht sicher, ob ich wirklich an einer bipolaren Störung leide, obwohl die Diagnose vor einigen Jahren von einer Psychiaterin gestellt wurde.
    Tatsache ist, dass ich nur in manische phasen gekommen bin, wenn ich entweder Cannabis abgesetzt hatte, oder Cannabis durch Benzodiazepine ersetzt hatte.
    Als ich mich das letzte mal in psychiatrische Behandlung begeben habe, wurde stumpf "Cannabisabhängigkeit" als einzige Diagnose gestellt.
    Ich lebe jetzt seit 7 Monaten Cannabisfrei...
    Naja...wie geht es mir damit?
    Zum einen bin ich offener für meine Mitmenschen geworden.
    Zum anderen habe ich wieder eine berufliche Tätigkeit aufgenommen.
    Aber geht es mir wirklich gut?
    Ich würde sagen...jein.
    Habe mir allerdings schon vorgenommen, einstweilen aufzuhören.
    /allerdings habe ich vor, sobald ich Altersrente bekomme, was in 13 Jahren der Fall sein wird, in ein Land auszuwandern, wo es problemlos möglich ist, sich mit Canna zu versorgen-------

    Ja was die Depressionen angeht:
    Natürlich leide ich auch unter starken Stimmungsschwankungen.
    Aber ich habe jetzt gelernt, dass es mindestens ein Jahr dauert, bis der Hirnstoffwechsel sich an die fehlende Überflutung sämtlicher Gehirnzellen mit THC gewöhnt, und die normale Anandamid-produktion wieder aufgenommen hat.

    Ich nehme allerdings keine Psychiatrischen Medikamente.
    Dafür habe ich meinen Wohnort gewechselt, bin in eine ambulant betreute WG mit einem ebenfalls erkrankten Ex-Studenten gezogen, und arbeite in einer Behindertenwerkstatt.
    Das ist alles nicht gerade leicht auszuhalten, aber dieses Leben bietet mir zumindest eine Option auf eine bessere Zukunft.
    Und solange ich es nicht geschafft habe, wesentliche Kriterien meines Lebens in einen akzeptablen Ist-Zustand gebracht zu haben, möchte ich tatsächlich lieber die leidvollen Umstände aushalten lernen, bevor ich mir vielleicht eines Tages wieder erlaube, Gottes liebstem Heilkraut zuzusprechen.

    Om shanti Om

  3. #3
    wili ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Bockster,
    ich finde es ja toll, dass du keinen suicid hier im forum begangen hast und falls du es vorhast bitte nicht hier. Ich mag keinen blutverschmierten Monitor.
    Zum anderen finde ich die monokausale Diagnose deines letzten Psychiatrieaufentalt schlichtweg ungenügend.
    Du meinst doch nicht wirklich das Cannabis die Ursache deiner psychotischen Erkrankung ( nach deinen eigenen Darstellungen) ist und mit seiner Abstinenz alles gut für eine reifere gesündere Persönlichkeit ist ?

    Wenn du einen problematischen Konsum aufweist, heisst das doch lediglich, das dein Selbstheilungsversuch mit Cannabis oder härteren Drogen wie Koks, Alkohol, Heroin und ähnlichen Drogen wohl der falsche Weg war, um für deine Persöhnlichkeit die nötigen Ausheilungsvoraussetzungen zu schaffen.

    Du erinnerst mich an einen Sniffer, der aus einer vorbelasteten destruktiven Alkoholikerfamilie stammt und sich alles durch die Nase zog, was ihm über den Weg lief. Und zum Schluß der Drogenkarriere auch in einer Behindertenwerkstatt einen anderen Anfang nahm.



    ---------------------------------------------
    Auf was es ankommt sind unsere Entscheidungen, die sich mit den Selbstheilungskräften in uns selbst verbinden und berücksichtigt werden sollten.

  4. #4
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    Ich finde die Diagnose "Cannabisabhängigkeit" auch vollkommen absurd:
    Aber ich habe es den Ärzten auch nicht gerade leicht gemacht, herauszufinden, was mit mir ist.

    Natürlich ist es nicht damit getan, nicht mehr zu kiffen, aber es schafft immerhin die Voraussetzungen, sich mit klarem Kopf mit sich selbst auseinanderzusetzen.

    Im übrigen ist es ziemlich befriedigend, festzustellen, dass man sich mit klarem Kopf auch ganz gut aushalten kann, und klar unterscheiden zu können, wo die eigenen Stärken liegen und wo man seine Defizite hat.

    In diesem Sinne ist einstweilige Abstinenz für mich ein Experiment, bei dem ich nur gewinnen kann.

  5. #5
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    @mensch

    ich mit ähnlicher Diagnose.

    Psychiater würden mir vermutlich auch das gleiche erzählen wie dir, nur, ich höre sie mir nicht an.

    Meine Depriphasen, die verdammt lang andauern können, habe ich nun bewußt mit Konsum von Marihuana stoppen können.

    In meinen sehr langen Phasen der Abstinenz bin ich trotzdem manisch geworden und die Depri danach hat - wie gewöhnlich - gut 1-1-5 Jahre lang gedauert.

    Türlich werden Ursachen durch Cannabiskonsum nicht bereistigt.

    Aber Psychopharmaka fress ich nicht und Gras macht mir die Birne wieder frei, wenn ich grad depri bin.
    Inwieweit Cannabiskonsum meine Manien fördert, beschleunigt o.ä., kann ich nicht beweisen; der Rhythmus meiner Abflüge hat aber nix mit dem Konsum zu tun. das habe ich nun über einen Zeitraum von über 30 Jahren "herausgefunden".

  6. #6
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    Verteufelt!

    bipo1967

    Stimmungsstabilsitoren, Benzodiazepine und Neuroleptika, die Birne bedätscht, Organe gehen langsam auf Streikkurs, ist doch alles i.O. !
    Ich habe seit ca. 30 Jahren das Päckchen, bin aber erst seit 2006 in Behandlung.
    Werde seit über 3 Jahren mit Medikamente eingestellt, Ergebnis: ZERO , außer Nebenwirkungen.
    Tatsächlich geholfen hat eigentlich nur eines, ein Halbwegs erträgliches, Flucht aus dem Chaosleben zu führen.

    T

  7. #7
    Crusoe ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo zusammen,

    bin bipolar und mittlerweile in Frührente. Zur Zeit bin ich in übler Depri-Stimmung und überlege, ob ich das Saufen anfange oder
    den illegalen Weg gehe und mir mein geliebtes Cannabis besorge.
    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass Gras bei mir die Manie auslöst, bin mir aber nicht mehr so sicher. Bei meiner letzten Episode war kein THC im Spiel. Bei den vorhergehenden Episoden kann ich nicht sicher sagen, ob zuerst die Manie da war, und ich dann gekifft habe, oder umgekehrt. Ich bin mir ziemlich sicher dass die Manie immer durch psychischen Stress ausgelöst wurde, was auch dadurch bewiesen wird, dass die letzte Episode trotz Lithium und OHNE Cannabis abgelaufen ist.

    Wie konsumiert ihr eigentlich ? Ich habe ziemlich potentes Gras in der Bong geraucht, was ich heute als großen Fehler betrachte. Zuviel Euphorie, zuviel Gedankenflut.
    Werde es wohl mit gaaaanz wenig Kraut im Zigarettchen probieren und hoffen das es mich hochzieht. Hoffentlich nicht zuuuu
    hoch. Die Antidepressiva vom Onkel Doktor bringen überhaupt nichts, das wissen wir alle. Hauptsache bei den Pharmas klingelt die Kasse. Ich hasse Alkohol !

  8. #8
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    Cool Marijuana gegen Manie

    Hey Leute, ich brauch mal eine zweite Meinung! Und zwar nehme ich zur Zeit mal wieder Seroquel Prolong, aber nur 50mg, demnächst vllt auch 150mg mein Psychater ist im Urlaub und ich befinde mich zurzeit in einer Hypomanie, deshalb kann das Medikament auch erst nach meinem Erholungsurlaub in Ischia/Italien eingestellt werden, deshalb kiff ich zur Zeit ein bisschen, weil das in Verbindung mit dem Medikament super wirkt und fast alle Nebenwirkungen überdeckt!
    Denkt ihr es ist gefährlich, das Medikamet in Verbindung mit Marijuana zu nehmen! Bitte um schnelle Antworten und eure Meinung zu meinem Text!

    Liebe Grüße

    Lissy

  9. #9
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    Hallo,
    Seroquel (Wirkstoff: Quetiapin) kann zusammen mit Cannabis verwendet werden.
    Gruß
    Dr. Franjo Grotenhermen

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