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Thema: Cannabinoide als Zellschutz bei Krebs

  1. #1
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    Ausrufezeichen Cannabinoide als Zellschutz bei Krebs

    @lle,

    habe die komplette HP jetzt gelesen und bin dabei auf einen sehr interessanten Eintrag bez. Krebs gestossen. Ich übernehme in wörtlich:

    Franjo Grotenhermen
    Cannabis und THC werden verwendet, um die Nebenwirkungen der Krebschemotherapie, den Appetitverlust bei Krebskachexie und um Krebsschmerzen zu behandeln. Es gibt darüberhinaus einige jüngere zell- und tierexperimentelle Studien, die zeigen, dass Cannabinoide auch bei der ursächlichen Behandlung bestimmter Krebsarten von Nutzen sein könnten.

    Hierzu kann ich einiges sagen, was meinerseits nur auf Vermutungen beruhte:
    Wer das Forum beobachtet, hat sicherlich schon gelesen, dass ich neben meinem Querschnitt und Epilepsie auch ein Krebsleiden habe (hatte?).
    Dieses entwickelte sich aus einem Lipom (Fetttumor i.d.R. gutartig) unterhalb der linken Schulter und entartete zu einem sog. Liposarkom (extrem bösartig). Diese Tumorform metastasiert eigentlich immer – besonders gerne in die Lunge und ins Gehirn.
    Jetzt der springende Punkt: Ich hatte keine Metastasen! Alle Onkologen (Krebsfacharzt) wunderten sich nicht nur darüber, sondern hielten das geradezu für eine med. Sensation, für die niemand eine Erklärung hatte.
    Da ich aber gelesen hatte, dass bez. Zellschutz durch Cannabinoide (bes. in Säurenform – wie sie auch in der Natur vorkommen) einige neue Studien anlaufen sollen.
    Daher habe ich dann meine eigenen Schlüsse ziehen können. Denn auffällig ist, dass das Lipom schon ´95 diagnostiziert wurde und ich bis zur Entartung 3 OP´s, bei denen das Lipom exponiert wurde und jedes Mal die Diagnose – gutartig gestellt wurde. 9 Monate vor der vorletzten OP (9/2000) (Lipom wuchs immer nach), hörte ich mit dem Kiffen auf, weil ich mehrere Urinproben abgeben musste, um meinen Führerschein wieder zu kriegen. Wie schon erwartet, wuchs das Lipom wieder nach. Die 3. OP wurde schon 1 Jahr später durchgeführt (Es wuchs immer schneller), pathologischer Befund: gutartig (im Nachhinein wurde eben dieses Exponat noch einmal auf Malignität geprüft – Befund: bösartig – Sarkom).
    Jetzt wuchs das Ding innerhalb von 3 Monaten so schnell, dass noch eine OP nötig wurde. Jetzt erst wurde Malignität festgestellt!!!
    Das heißt für mich, dass das Lipom in genau der Zeit, in der ich 14 Monate Kiffpause eingelegt habe entartet sein muß!!!
    Aus genau diesem Grunde bin ich überzeugt davon, dass Cannabinolsäure einen so guten Zellschutz bietet, dass selbst vorhandene gutartige Tumore nicht entarten können!!!

    Im Übrigen hat mir Cannabis während der Chemotherapie nicht nur die Übelkeit genommen (hab in der Klinik mit Einverständnis der Onkologen auf dem Klo gekifft), sondern auch dafür gesorgt, dass ich kaum Gewicht verloren habe. Es wirkte also sowohl gegen die Übelkeit, als auch gegen die Appetitlosigkeit bedeutend besser, als irgendwelche chem. Mittelchen wie VERGENTAN, ZOFRAN, o.ä., die in solchen Fällen indiziert sind.

    Ich bin sehr gespannt, wie die laufenden (geplanten) Studien verlaufen – würde mich nicht wundern, wenn die Forschung meine gezogenen Schlüsse bestätigt!!!

    Gruß an alle

    Frank

  2. #2
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    Ausrufezeichen @ll

    Hi,

    habe Neuigkeiten, was Cannabis bei Krebs betrifft (gefunden auf der Seite: http://derstandard.at/?url=/?id=1796798

    Cannabis als Krebs-Bremse
    US-Studie: Ausbreitung von Gamma-Herpes-Viren kann blockiert werden - Forscher warnen jedoch vor Griff zum "heilenden" Joint

    Tampa, Florida - Tetrahydrocannibol, verantwortlich für die psycho-aktive Wirkung von Cannabis, kann laut neuesten Forschungen die Verbreitung von Krebs im Körper unterbinden. Wissenschaftler haben entdeckt, dass der aktive Bestandteil von Cannabis, Delta-9-Tetrahydrocannabinol, die Ausbreitung von Gamma-Herpes-Viren blockieren kann. Diese Viren stehen in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für die Krebsarten Kaposi-Sarkom, Burkitts-Lymphom und der Hodgkins-Krankheit. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität von South Florida.

    Gamma-Herpes-Viren unterscheiden sich vom gewöhnlichen Herpesvirus, das für Fieberblasen und Genitalherpes verantwortlich ist. Unter diesen Viren, die mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung stehen, befindet sich das Kaposis Sarcoma Associated Herpes Virus. Ist man einmal damit identifiziert, ist es extrem schwer, ihn wieder los zu werden, weil er für lange Periode schlafend in den weißen Blutzellen liegt. Er kann aber sehr schnell damit beginnen, sich selbst zu replizieren, indem er ausbricht und andere Zellen infiziert. Ist eine Zelle infiziert, sind die Chancen erhöht, dass sie auch kanzerogen wird. Das Team von der South Florida University hat herausgefunden, dass diese plötzliche Reaktivierung verhindert wurde, wenn die infizierten Zellen in Kontakt mit THC kamen.

    Überlebenshilfe

    Zellen, die mit einem Maus-Gamma-Herpes-Virus infiziert waren, starben, wenn der Virus reaktiviert wurde. Wenn sie mit der Cannabinoid-Komponente in Kontakt kamen, überlebten sie, weil die Ausbreitung des Virus - und somit die potenzielle Ausbreitung des Krebs - blockiert wurde. Die Forscher konnten nachweisen, dass THC das Gamma-Herpes-Virus blockierte, doch auf den normalen Fieberblasen-Virus Herpes Simplex-1 hatte es keinen Einfluss. Aufgrund dieser Erkenntnis hoffen die Wissenschaftler auf die Entwicklung neuer Medikamente, die die Bedrohung durch die Viren neutralisieren sollen.

    Studienleiter Peter Medveczky betonte jedoch, es seien noch weitere Forschungen erforderlich. Demnach sei es nicht vernünftig, dass Krebspatienten damit beginnen, Cannabis zu rauchen. Es sei bekannt, dass THC das Immunsystem schwäche, das wiederum könnte Patienten mit einem oft ohnehin geschwächten Immunsystem noch mehr schaden als nutzen, so Medveczky. Er glaubt, dass das THC die Replikation des Gamma-Herpes-Virus blockiert, indem es sich gegen ein Gen namens ORF50 richtet, das alle diese Viren in sich haben. Auch ein Sprecher von Cancer Research UK fordert einen vorsichtigen Umgang mit den aktuellen Forschungsergebnissen und warnt vor voreiligen Schlüssen hinsichtlich neuer Behandlungsstrategien.(pte)

    Gruß Frank
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  3. #3
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    Ausrufezeichen @ll

    Hi,

    von der selben Seite:

    Cannabis-Substanzen hungern im Laborversuch Hirntumore aus
    Bildung von Blutgefäßen verhindert
    Vgl. "Cancer Research" (Bd. 64, Nr. 16)


    London - Die berauschenden Substanzen in Cannabis können möglicherweise im Kampf gegen Hirntumore eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Sonntag im Fachjournal "Cancer Research" veröffentlichte Studie der Complutense-Universität in Madrid. Das Team um Manuel Guzmán beobachtete, dass die für das "High"-Gefühl verantwortlichen Cannabinoide bei Mäusen das Wachstum von Blutgefäßen behinderten, die den Tumor "füttern". Die Substanzen blockierten ein Protein, das für das Sprießen von Blutgefäßen sorgt. So werde die Blutzufuhr zu den Krebsgeschwüren unterbrochen, hieß es.

    Bei den Labormäusen verringerte sich durch die Cannabinoide die Aktivität des so genannten VEGF-Proteins (Vascular Endothelial Growth Factor) deutlich. Dies beobachteten die Forscher auch bei Gewebeproben zweier Krebspatienten, die unter Glioblastomen litten, sehr bösartigen Hirntumoren.

    Normalerweise werden diese bösartigen Hirntumore chirurgisch behandelt, gefolgt von einer Strahlentherapie, regelmäßig auch in Verbindung mit einer Chemotherapie. Oftmals aber wird der Tumor nicht vollständig zerstört. Mit den Cannabis-Substanzen könnte nach Ansicht der Forscher nun möglicherweise ein zusätzlicher Weg zur Bekämpfung dieser Krebsart beschritten werden. (APA)

    Gruß Frank
    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  4. #4
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    hallo

    Von welcher imunsytemschwächenden Wirkung von Thc reden die in dem Bericht. Dem wiederspricht doch ein Einsatz bei Aidspatienten die wohl ein sehr angegriffenes Imunsystem haben!

    Was meinen die damit?

    cya

  5. #5
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    Frage @dickschädel

    Hi,

    in der HIV-Therapie und bei Krebs wird Cannabis gegen Übelkeit und Appetitlosigkeit angewandt. Daß hier irgendwelche Immunsystem schwächende Vorgänge zum tragen kommen, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Man muß bedenken, daß gerade eine Chemotherapie die Immunabwehr so sehr schwächt, daß die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) bis auf null zurückgehen - damit ist man jedem noch so kleinen Krankheitserreger hilflos ausgeliefert.
    Trotzdem habe ich gegen die ständige Übelkeit gekifft, was auch prima geholfen hat. Ich jedenfalls hatte keine Probleme mit der Immunabwehr!!!

    Gruß Frank

    Hinweis: In Deutschland ist der Besitz, Anbau, Verkauf, usw. von Cannabis verboten!!! Jede Maßnahme C. zu erwerben, anzubauen und einzuführen, kann strafrechtlich verfolgt werden und geschieht daher in Eigenverantwortung!!!

  6. #6
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    Original geschrieben von Dickschädel
    hallo

    Von welcher imunsytemschwächenden Wirkung von Thc reden die in dem Bericht. ...
    Was meinen die damit?

    cya
    hallo

    unser Immunsystem besteht aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Zelltypen, die unterschiedliche Aufgaben haben und bei Abweichung vom Gleichgewicht verschiedene Krankheiten auslösen.
    Auf sämtlichen Zelltypen des Immunsystems sind CB2-Rezeptoren., also Andockstellen für Cannabinoide.
    Von THC und anderen Cannabinoiden weiß man, dass es in dieses System modulierend eingreift. So hemmt
    z.B. THC die TH1-Reaktion und unterstützt die TH2-Reaktion. Was bedeutet, dass Krankheiten, die mit einer zu starken TH1-Reaktion einher gehen, wie z.B. MS, Arthritis, Morbus Crohn, Typ1-Diabetes von THC profitieren, und Krankheiten die mit einer verstärkten TH2_produktion einher gehen, nicht.
    Wieder andere Krankheiten können
    bei unterschiedlichen Personen durch ein Übergewicht des einen oder anderen Zelltyps einhergehen, so daß bei gleicher Krankheitsbetzeichnung
    THC dem einen Betrofenen hilft, dem anderen nicht.
    Die komplexe Wirkung der Cannabinoide auf das gesammte Immunsystem ist meines Wissens aber noch nicht erforscht.

    Gruß Gabi
    Geändert von Gabi (27.09.2004 um 00:08 Uhr)
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