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Thema: Vergleich vor dem Sozialgericht Dronabinol

  1. #1
    Geli ist offline Registrierter Benutzer
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    Vergleich vor dem Sozialgericht Dronabinol

    Hallo,

    bei meiner Klage vor dem Sozialgericht Düsseldorf ist am 04.06.2010 ein Vergleich geschlossen worden. Ich hatte gegen die TK geklagt, weil sie sich weigerte das Medikament Dronabinol für meinen Mann zu bezahlen.

    Das Aktenzeichen ist AZ.: S 9 (34) KR 275/08

    Ich zitiere aus dem Vergleich einen Auszug:

    1.Die Beklagte verpflichtet sich, bei entsprechender kassenärztlicher Verordnung, das Rezeptur-Arzneimittel Dronabinol dem Kläger als Sachleistung für die Dauer von 4-6 Monaten zur Verfügung zu stellen. Nach vier Monaten ist die Beklagte berechtigt, eine ablehnende Bescheidung nach erneuter Prüfung zu treffen. Dies hängt davon ab, dass die Beklagte einen aktuellen Befund- und Behandlungsbericht von Dr. B... eingeholt hat, in dem dieser mitteilt, ob und wenn ja, in welchem Umfang dem Kläger Dronabinol geholfen hat. Die Beklagte hat auch die Möglichkeit, diese Entscheidung erst nach Ablauf von 6 Monaten zu treffen. Jedenfalls kommt es ganz entscheidend darauf an, dass Dr. B.... sich dazu äußern soll, ob und wenn ja, in welchem Umfang sich die Lebensqualität des Klägers möglicherweise durch die Gabe von Dronabinol gebessert hat.

    Zitatende

    Das Gericht betont, es ist eine Einzelfallentscheidung und bezieht sich auch auf die BSG Rechtsprechung v.27.03.2007 / AZ B 1 KR 30/06 R und auf die Entscheidung bei Bayrischen Landessozialgericht v. 11.09.2007, AZ: L 5 KR 132/09.

    Unser Hausarzt Dr. B..... hat es befürwortet und einen Bericht für das Gericht verfasst, unser Neurologe hat dazu ein Attest geschrieben, der KH Neurologe Dr. L..../ hat mir ein ausführliches Statement für das Gericht geschrieben. Ohne das, hätten wir es wohl nicht durchgebracht.

    Im Herbst 2007 habe ich es das erste mal bei der KK beantragt, bis es jetzt zu diesem Entscheid kommt. Man muss einen langen Atem haben. Dachte nicht, dass es mein Mann noch erlebt....

    Viele Grüße

    Geli

  2. #2
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    vergleich

    hallo geli,
    der getroffene vergleich lässt hoffen!
    ich gratuliere dir und deinem mann zu diesem erfolg. bei guter wirkung und bester unterstützung durch eure ärzte und fachärzte wird die beklagte nicht drumherum kommen zu zahlen.
    auch ich nutze dronabinol als ölige lösung, bekomme diese aber von anfang an durch meinen zahlungsträger bezahlt.
    ethanolhaltige dronabinol-lösung zum verdampfen habe ich für die durchdruchsschmerzen getestet. half aber nicht gut. ausserdem hatte ich sehr starke übelkeit ( ich trinke keinen alkohol ).
    da ich erlaubnisinhaber für nat. cannabis bin habe ich für dieses kostenübernahme durch zahlungsträger beantragt. dies ist klagefähig abgelehnt worden.
    bitte informiere dich über dieses thema auch auf

    http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/

    mit besten wünschen und grüßen an deinen mann, werter

  3. #3
    Geli ist offline Registrierter Benutzer
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    Danke Werter für Deine Informationen,

    die KK käme das natürliche C. billiger, aber das ist mir klar, das zahlen die nicht, beim synth. C. steht eine Lobby dahinter. Allerdings habe ich nicht vor, C. anzupflanzen, das ist doch recht zeitaufwendig und Zeit habe ich nicht. Mein Mann ist Pflegestufe III und wir sind froh, dass wir die Krankheit mit Hilfe von Betreuern und amb. Pflegediensten meistern können.

    Viele Grüße und alles Gute
    Geli

  4. #4
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    Hallo Geli,
    ich habe eine inkomplette Querschnittlähmung, mich plagen Schmerzen und Spastiken. Meine Schmerztherapeutin hat Dronabinol verordnet und die BARMER GEK hat abgelehnt. Nun lese ich Ihren Beitrag und mich interessiert die Diagnose, die bei Ihrem Mann festgestellt wurde.
    Einen Anwalt habe ich schon eingeschaltet und wir werden klagen.

    Viele Grüße
    Bettina

  5. #5
    Geli ist offline Registrierter Benutzer
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    Hallo Bettina,
    mein Mann hatte die Diagnose PSP (progressive supranukleäre Blickparese), Dronabinol hat uns in den letzten Monaten sehr geholfen. Mein Mann ist im März 2011 verstorben. Die Klage hat 2 Jahre gedauert und ich finde es schlimm, dass ich gegen die TKK diesen Weg einschreiten musste. Ein anderer Patient mit PSP hat bei der neuen BKK Dronabinol sofort genehmigt bekommen. Dir alles Gute und viel Glück
    Geli

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