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Thema: Vom BfArM genehmigte med. Verwendung von Cannabis und die Fahrerlaubnis

  1. #1
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    Vom BfArM genehmigte med. Verwendung von Cannabis und die Fahrerlaubnis

    Gibt´s hier schon jemanden mit einer Genehmigung vom BfArM der was über Erfahrungen mit den Führerscheinstellen sagen kann. Kann man sich vom Arzt ähnlich wie bei Patienten die opiathaltige Med. erhalten auch eine Bescheinigung ausstellen lassen das man geeignet ist ein KFZ zu führen?

  2. #2
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    ich kann bestätigen das ich als auf opiate "eingestellter" patient die erlaubnis bekommen hätte ein kfz zu führen. ich habe aus verantwortungsbewußtsein drauf verzichtet. niemand sollte sich oder die eingesetzten medikamente, auch dronabinol o. nat. cannabis über- oder unterschätzen.
    gruß, werter

  3. #3
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    Wie ich in einem Bericht über Cannabis am Steuer gelesen habe, soll bei einem klinischen Test die Fahrtüchtigkeit unter THC-Einfluss NICHT gelitten haben. Die Probanden waren natürlich nicht total "zugedröhnt", sondern hatten ihr "High" hinter sich. Erstaunlich war, dass sie weniger Fehler zu verzeichen hatten, ausgeglichener dem Verkehrsfluss folgen konnten und so weniger unfallgefährdet waren als "gestresste Normalos". Aabgesehen davon, dass wohl kaum ein Mensch in der Lage ist, vollkommen zugedröhnt sein Fahrzeug in Gang zu setzen, sollte man einmal abwägen, ob es nicht gefährlicher ist, wenn ein übermüdeter Fahrer in Sekundenschlaf fällt, oder ein ausgeglichener Kiffer nach Abklingen seines "Genusses" ein Fahrzeug lenkt. Was heißt denn unter "Drogeneinfluß"? Der wird ja garnicht ermittelt! Es werden lediglich Abbauprodukte, die weder psychisch noch physisch irgend eine Relevanz besitzen gemessen! Ob nun eine Wirkung vorliegt ist aus den vorhandenen Tests nicht zu ermitteln. die zeigen ja schon "positiv" an, wenn man nein Stück Mohnkuchen gegessen hat, oder (beim "Schweißtest") auch nur in einem Coffeeshop in dem geraucht wird eine Cola getrunken hat. Verdummung des Volkes zu Gunsten der Pharmaindustrie durch unsere unwissenden, teilweise dummen Abgeordneten, die als Lobbyisten ihre Zukunft sichern.... Wie sagte schon Goethe: Intelligenz ist bei wenigen, die Dummheit ist beim Volke. Chiliheadz.

  4. #4
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    Hallo !
    Ich bin sowohl im Besitz einer Ausnahmegenehmigung, wie auch eines Fürerscheins.
    Ich leide seit ca2000 an einer Hautkrankheit und einem Wirbelsäulendefekt und habe 2008 dann festgestellt, das Cannabis hilft.
    Da man ja gemeinhin leicht Zugang zu Cannabis bekommt, habe ich mich halt selbst therapiert und mir weiter keine Gedanken dazu gemacht.
    Wenn man als langhaariger Mensch im Straßenverkehr unterwegs ist, kommt halt dann irgendwann mal der Tag, wo einen das Glück verlässt.
    Diesen Weg der Selbsttherapie kann ich nicht wirklich weiterempfehlen.
    Zudem man sich, wenn man sich dieser Medizin auf dem Schwarzmarkt bedient unter Umständen erheblichen Gesundheitsrisiken aussetzt, ist das was dann folgt ein echter Spießrutenlauf....
    Ich habe mich dann nach einiger Recherche im internet und da meine Haussärztin Cannabis für Teufelskraut hält, bei Dr Grotenhermen vorgestellt.
    Nach meiner durch die Führerscheinbehörde erzwungenen Abstinenz und einem erneuten massiven Ausbruch meiner Erkrankung habe ich dann auf eigene Kosten ein Drogenscreening machen lassen welches negativ war und habe danach meine ärztlich begleitete Therapie begonnen.
    Diese erfolgte zunächst erfolgreich mit Sativex, welches aber nach einiger Zeit an Wirkung verlor.
    Da es für meine Erkrankung keine konventionelle Therapie gibt und die Datenlage in meinem Fall eindeutig belegbar ist habe ich dann zusammen mit Dr Grotenhermen einen Antrag auf eine Ausnahmegenhemigung für die Verwendung von Blüten beim BfARM gestellt, welche nach ca 5 Wochen positiv beschieden wurde.
    Nun zu dem Spaß mit den Ämtern und Behörden ....
    Obwohl Dr Grotenhermen mir ein Attest ausgestellt hat, das ich Cannabis als Medizin brauche und einem Beigefügten Gutachten der BaST über Cannabis als Medizin, bin ich beim Straßenverkehrsamt gegen eine Eiswand geprallt ....
    Ich bin dort perönlich Vorstellig geworden und habe versucht der Dame dort meine Lage zu erklären...... Das einzige was von ihr kam war das sie das nicht interessiert und das dann ja jeder kommen könne und das ich meinen Führerschein vergessen könne ....
    Da ich kein Mensch bin, der sich leicht in die Defensive drängen läßt habe ich mir dann anwaltliche Hilfe geholt.
    Erst nach etlichem hin und her, welches sich über fast sechs Monate erstreckte wurde ich auf Einschreiten meines Anwalts zur MPU zugelassen, welche ich anstandslos bestanden habe.
    Nachdem ich den positiven Bescheid von der MPU Stelle hatte sind dann nochmal vier Wochen ins Land gegangen, bis ich meinen Führerschein wiedererlangt habe .
    Um die Kaltschnäuzigkeit des Amtes mal zu untermauern .... als ich meinen Führerschein dann in der Post hatte war das Datum darauf schon zwei Wochen alt .......
    Zu dem Menschen der auf opiate eingestellt war und hätte fahren dürfen möchte ich folgendes sagen.
    Die Entscheidung unter opiaten nicht zu fahren finde ich sehr gut .... nur läßt sich das nicht mit Cannabis vergleichen...
    Opiate verändern die Perönlichkeit ... das macht Cannabis nicht ....
    Wenn man Cannabis regelmäßig einnimmt stellt sich sehr schnell ein Gewöhnungseffekt ein und Ausfallerscheinnungen treten zumindest bei mir in keinster Weise auf.
    Das diese alles imense Kosten verursacht hat braucht glaube ich nicht extra erwähnt werden.
    Ich kann nur jedem hier raten der von Cannabis profitiert dieses in offizielle Bahnen zu lenken.
    Wenn es eine medizinische Indiation für die Verwendung von Cannabis gibt sollte man sich auf die Suche nach einem geeignetem Mediziner machen der einen unterstützt....
    Ich habe mittlerweile einen Mediziner gefunden, der mir nach der Gestzesänderung meine Medizin dann weiter verschreiben wird und mich dabei begleitet.
    Wenn euer Hausarzt euch nicht helfen will, dann sucht weiter ... ich habe drei Anläufe gebraucht, bis ich einen Arzt gefunden habe, der ideologisch unbelastet ist und die Evidenz in meinem Fall anerkennt.

    Der Teufel
    Geändert von DerTeufel (06.01.2017 um 12:03 Uhr)

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