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IACM-Informationen vom 04. März 2017

IACM: Cannabinoid-Kongress 2017 – Einladung zur Einreichung von Abstracts und Anmeldung

Der IACM-Vorstand möchte Sie zur Cannabinoid Conference 2017 einladen sowie zur Vorstellung Ihrer Forschungsergebnisse. Er findet vom 29. bis 30. September 2017 in Köln statt. Die Kongress-Webseite ist nun mit dem vorläufigen Programm online. Es können Abstracts eingereicht werden, und Interessierte können sich als Teilnehmer registrieren. Der Abgabeschluss für Abstracts für Vorträge ist der 31. Mai 2017 und für Poster der 31. Juli 2017. Hier finden Sie Sponsoren des Kongresses. Wenn Sie den Kongress als Sponsor unterstützen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an die IACM (info@cannabis-med.org).

Datum: 29. bis 30. September 2017
Ort: Maritim Hotel, Köln, Deutschland

Reduzierte Teilnahmegebühren gibt es bis zum 31. Juli 2017. Verpassen Sie nicht die führende Konferenz zu Cannabis und Cannabinoiden in der Medizin!

Während des Kongresses wird die IACM vier Personen für besondere Leistungen hinsichtlich der Wiedereinführung von Cannabis und Cannabinoiden als Medikamente ehren. Es gibt jeweils einen Preis für Grundlagenforschung (Ester Fride Award), für klinische Forschung, für junge Forscher (bis 40 Jahre) und einen Sonderpreis. Das IACM-Preis-Komitee wird die Preisträger auswählen. Jeder Preis ist mit einem Preisgeld von 500 EURo verbunden. Während des Kongresses wird die IACM ihre Mitgliederversammlung abhalten und neue Mitglieder in den Vorstand sowie einen neuen Vorsitzenden bzw. eine neue Vorsitzende wählen.

Kurzmeldungen

Wissenschaft/Mensch: Patienten ziehen Cannabis einer Therapie mit Opiaten vor
In einer Umfrage mit 271 kanadischen Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen erhielten, ersetzte Cannabis oft andere Medikamente (63 %), insbesondere pharmazeutische Opiate (30 %), Benzodiazepine (16 %) und Antidepressiva (12 %). Die Patienten gaben auch an, Alkohol (25 %) und Zigaretten/Tabak (12 %) durch Cannabis zu ersetzen.
Universität von British Columbia, Okanagan, Kanada.
Lucas P, Walsh Z. Int J Drug Policy. 2017;42:30-35

Deutschland: Fortbildungsveranstaltung zur medizinischen Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden
Am 13. Mai führt die deutsche Arbeitsgemeinschaft für Cannabis als Medizin in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Hessen und dem Drogenreferat der Stadt Frankfurt einen Kongress durch, um Ärzte und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen über die medizinische Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden zu informieren.
Cannabis und Cannabinoide als Medizin

Holland: Unterhaus des Parlaments verabschiedet ein Gesetz, das den Anbau von Cannabis erlaubt
Das Unterhaus des Parlaments hat am 21. Februar mit 77 zu 72 Stimmen ein Gesetz angenommen, das den Anbau von Cannabis in den Niederlanden entkriminalisieren würde. Die Gesetzesvorlage muss noch den Senat passieren. Cannabis ist in Coffee-Shops für den persönlichen Bedarf erhältlich, die tatsächliche Produktion der Pflanze zur Belieferung der Shops ist aber illegal. Daher sind Lieferanten strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt, da sie entweder Cannabis selbst anbauen oder es in illegalen Netzwerken kaufen müssen.
UPI vom 21 Februar 2017

Deutschland: Vorstellung der Cannabisagentur
Am 3. März hat das Bundesgesundheitsministerium detaillierte Pläne für die neue Cannabisagentur vorgestellt, die den Anbau von Cannabis und die anschließende Produktion zur medizinischen Verwendung gemäß dem neuen Gesetz überwacht. Das Gesetz wurde im Januar vom Deutschen Bundestag verabschiedet und tritt voraussichtlich Mitte März 2017 in Kraft.
British Medical Journal vom 8. Februar 2017
Pharmazeutische Zeitung vom 3. März 2017

Wissenschaft/Mensch: Cannabiskonsum ist nicht mit einem höheren Risiko für Herzkreislauferkrankungen verbunden
In einer Studie mit 5113 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren zu Beginn der Studie (1985-1986) aus der Studie „Coronary Artery Risk Development in Young Adults“ (Risikoentwicklung der Koronararterien bei jungen Erwachsenen) war Cannabiskonsum nicht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse verbunden. Verglichen mit keinem Cannabiskonsum waren der kumulative Lebenszeitkonsum und der kürzliche Cannabiskonsum nicht mit kardiovaskulären Erkrankungen, Schlaganfall, koronarer Herzkrankheit oder Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.
Nationales Herz-, Lungen- und Blutinstitut, Bethesda, USA.
Reis JP, et al. Am J Public Health, 16. Februar 2017:e1-e6 [im Druck]

Dänemark: Mehr als 80 % unterstützen die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke
Mehr als 80 % aller Dänen unterstützen die Legalisierung der medizinischen Verwendung von Cannabis. Dies fand eine aktuelle Umfrage heraus, was die Chance für ein Pilotprojekt erhöht, das für das nächste Jahr geplant ist und zu einem Ende des Verbots führen soll. Dänemark plant ab dem 1. Januar des nächsten Jahres einen 4-jährigen Versuch, der es „einer definierten Patientengruppe“ erlauben wird, mit medizinischem Cannabis behandelt zu werden, nachdem im vergangenen November im dänischen Parlament eine Einigung erzielt wurde.
The Local vom 27. Februar 2017

Wissenschaft/Tier: Omega-3-Fettsäuren erhöhten die Zahl der CB1-Rezeptoren und reduzierten das Wachstum von Darmkrebs
In einer Studie mit Mäusen hemmte die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung signifikant das Wachstum von Polypen im Darm, was mit der Induktion von CB1-Rezeptoren verbunden war.
Nationales Institut für Gastroenterologie "S. de Bellis", Forschungskrankenhaus, Bari, Italien.
Notarnicola M, et al. Int J Mol Sci. 2017;18(3).

Wissenschaft/Mensch: Verlängerte Entzugssymptome bei jungen Cannabiskonsumenten mit psychiatrischen Erkrankungen
Bei 50 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren hingen die Entzugssymptome nach Beendigung des Cannabiskonsums von psychiatrischen Erkrankungen ab. Teilnehmer ohne eine psychiatrische Diagnose wiesen in der ersten Abstinenzwoche eine signifikant reduzierte Schwere der Entzugssymptome und insgesamt eine kürzere Dauer des Cannabisentzugs auf.
Klinik für Psychiatrie, Allgemeines Krankenhaus von Massachusetts und Harvard Medical School, Boston, USA.
Schuster RM, et al. Prev Med, 24. Februar 2017 [im Druck]

Wissenschaft/Tier: CBD verbesserte die geistige Leistungsfähigkeit in einem Rattenmodell für Schizophrenie
Unter Verwendung eines Rattenmodells für Schizophrenie untersuchten Forscher die Wirkung einer chronischen CBD-Behandlung auf die Kognition und soziale Interaktion. Die CBD Behandlung verbesserte in diesem Modell signifikant das Wiedererkennen, das Arbeitsgedächtnis und Defizite bei der sozialen Interaktion. Die Autoren schrieben, dass „diese neuen Befunde interessante Implikationen für die potentielle Verwendung von CBD bei der Behandlung kognitiver Defizite und des sozialen Rückzugs bei Schizophrenie zeigen“.
Fakultät für Wissenschaften, Medizin und Gesundheit, und Illawarra Gesundheits- und medizinisches Forschungsinstitut, Universität von Wollongong, Australien.
Osborne AL, et al. Neuropsychopharmacology, 23. Februar 2017 [im Druck]

Wissenschaft/Mensch: Hohe akademische Fähigkeiten reduzierten das Risiko für Tabakkonsum und erhöhten das Risiko für Cannabiskonsum bei Heranwachsenden
In einer Studie mit 6059 Kindern, die vom 11. Lebensjahr bis zum 20. Lebensjahr begleitet wurden, waren hohe akademische Fähigkeiten im Alter von 11 Jahren mit einem reduzierten Risiko für Zigarettenrauchen, jedoch mit einem erhöhten Risiko für regelmäßigen Alkoholkonsum und Cannabiskonsum verbunden. Diese Assoziationen blieben bis in das frühe Erwachsenenalter bestehen.
UCL Medical School, London, Großbritannien.
Williams J, et al. BMJ Open. 2017;7(2):e012989.

Wissenschaft/Tier: Dosisabhängiger Einfluss von THC auf die Glukoseaufnahme im Gehirn
THC beeinflusste die Aufnahme von Glukose in das Gehirn von Ratten. Niedrige THC-Blutspiegel von < 1 ng/ml waren mit einer erhöhten Glukoseaufnahme (6 bis 30 %) verbunden, während THC-Blutspiegel von > 10 ng/ml mit einer verringerten Glukoseaufnahme korrespondierten (-2 bis -22 %). Es gab Unterschiede zwischen verschiedenen Hirnregionen.
Medizinische Fakultät, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Deutschland.
Miederer I, et al. Neuropharmacology. 2017;117:273-281.

Wissenschaft/Tier: Die Aktivierung des CB2-Rezeptors reduzierte die Entzündung der Haut
Ein synthetischer CB2-Rezeptoragonist hemmte die Entzündung in einem Mausmodell für Neurodermitis, indem es die Aktivität des Endocannabinoids 2-AG blockierte.
SHIONOGI & Co, Osaka, Japan.
Haruna T, et al. Pharmacology. 2017;99(5-6):259-267.

Wissenschaft/Mensch: Keine Beziehung zwischen Cannabiskonsum und Depressionen
In einer Longitudinalstudie mit 2148 Patienten mit ausgeprägten Depressionen war der Umfang des Cannabiskonsums mit signifikant mehr Depressionen in der Folgezeit verbunden. Allerdings wurde nach Berücksichtigung von möglichen Einflussfaktoren keine Beziehung zwischen Cannabiskonsum, Suizidalität, Funktionalität und Lebensqualität gefunden. Die Autoren folgerten, „dass viele der Beziehungen zwischen Cannabiskonsum und einem schwereren Verlauf ausgeprägter depressiver Störungen nicht auf Cannabis selbst zurückgeführt werden können, sondern mit soziodemographischen und klinischen Faktoren verbunden sind“.
Ariel Universität, Israel.
Feingold D, et al. Psychiatry Res. 2017;251:225-234.

Blick in die Vergangenheit

Vor einem Jahr

Vor zwei Jahren

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up

Fortbildung

Cannabis und Cannabinoide in der Medizin

Eine Veranstaltung der ACM e.V. in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Hessen und dem Dezernat für Personal und Gesundheit / Drogenreferat der Stadt Frankfurt, 13. Mai 2017 in Frankfurt.

Kongresse

Die Cannabinoid Conference 2017 der IACM, 29.-30. September 2017, Köln, Deutschland.

Filme für Ärzte

Filme für Ärzte und Patienten, die die Möglichkeiten einer medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Deutschland erläutern.

Erklärung

Erklärung der Menschenrechte für den medizinischen Zugang zu Cannabis und Cannabinoiden

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