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IACM-Informationen vom 03. Oktober 2015

IACM: Mark Ware als neuer Vorsitzender gewählt

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 18. September 2015 während der Cannabinoid-Konferenz in Sestri Levante (Italien) wählte die IACM einen neuen Vorstand und fünf Patientenvertreter. Die folgenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: Mark Ware aus Kanada, Kirsten Müller-Vahl aus Deutschland, Daniela Parolaro aus Italien, Roger Pertwee aus Großbritannien, Jahan Marcu aus den USA, William Notcutt aus Großbritannien, Donald Abrams aus den USA und Ilya Reznik aus Israel. Ethan Russo aus den USA und Manuel Guzman aus Spanien wurden neu in den Vorstand gewählt. Mark Ware wurde zum ersten Vorsitzenden und Kirsten Müller-Vahl zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Franjo Grotenhermen bleibt Geschäftsführer der IACM.

Es wurden die folgenden Patientenvertreter gewählt: Michael Krawitz aus den USA, Alison Myrden aus Kanada, Sarah Martin aus Großbritannien, Sébastien Beguerie aus Frankreich und Max Plenert aus Deutschland, von denen die beiden letzten zum ersten Mal gewählt wurden. Zuvor hatte die Mitgliederversammlung die IACM-Satzung geändert, damit bis zu sechs Patientenvertreter gewählt werden können.

Satzung und Vorstand der IACM

IACM: Die IACM-Awards 2015 gehen an Antonio Waldo Zuardi, David Robbe, Mahmoud A. ElSohly und Beat Lutz

Während des Gala-Diners bei der Cannabinoid-Konferenz 2015 ehrte die IACM vier Personen für besondere Leistungen hinsichtlich der Wiedereinführung von Cannabis und Cannabinoiden als Medizin. Der IACM-Preis 2015 für klinische Forschung ging an Antonio Waldo Zuardi, der IACM-Ester-Fride-Preis 2015 für Grundlagenforschung ging an Beat Lutz, der IACM-Preis 2015 für junge Forscher ging an David Robbe und der IACM-Spezialpreis 2015 ging an Mahmoud A. ElSohly.

Dr. Antonio Waldo Zuardi ist Professor für Psychiatrie an der medizinischen Fakultät der Universität
São Paulo, Ribeirão Preto (Brasilien), und erforscht seit 1976 Cannabidiol. Dr. Mahmoud A. ElSohly ist Professor am Nationalen Zentrum für die Erforschung natürlicher Produkte, Professor für Pharmazeutika an der pharmazeutischen Fakultät der Universität von Mississippi (USA) sowie Direktor des NIDA-Marihuanaprojekts. Dr. David Robbe ist Professor am Institut de Neurobiologie de la Méditerranée in Marseille (Frankreich). Dr. Beat Lutz ist Professor für physiologische Chemie und Direktor des Instituts für physiologische Chemie der medizinischen Fakultät der Universität Mainz (Deutschland).

Wissenschaft/Mensch: Cannabidiol kann wirksam bei der Behandlung der Schizophrenie sein

CBD (Cannabidiol), ein nicht psychotropes Pflanzencannabinoid, war wirksam bei der Behandlung einer Schizophrenie bei Patienten, die zuvor nicht ausreichend auf antipsychotische Medikamente angesprochen hatten. Das britische Unternehmen GW Pharmaceuticals berichtete von positiven Ergebnissen aus einer explorativen klinischen Phase-2-Studie mit 88 Patienten mit Schizophrenie. In der Studie behielten die Patienten die bisherige antipsychotische Medikation bei und erhielten zusätzlich CBD oder ein Placebo.

CBD war dem Placebo bei wichtigen Krankheitsaspekten konsistent überlegen, mit deutlichen Unterschieden beispielsweise hinsichtlich des Klinischen Globalen Eindrucks der Schwere sowie hinsichtlich des Klinischen Globalen Eindrucks der Verbesserung. Der Anteil der auf die Therapie mit CBD Ansprechenden war nahezu dreimal so groß wie bei Teilnehmern mit dem Placebo (Odds Ratio von 2,65). Es gab keine starken Nebenwirkungen und die Gesamtzahl der Nebenwirkungen ähnelte der durch das Placebo.

Pressemitteilung durch GW Pharmaceuticals vom 15. September 2015

Reuters vom 15. September 2015

Wissenschaft/Mensch: Getrocknetes Cannabis sicher für die medizinische Verwendung bei chronischen Schmerzen

Die Verwendung von Cannabisblüten war im Vergleich zu nicht konsumierenden Kontrollpersonen mit einer größeren Häufigkeit an geringen oder moderaten Nebenwirkungen verbunden, es gab jedoch bei einer mittleren Dosis von 2,5 g Cannabis pro Tag keinen Unterschied bei starken Nebenwirkungen. Das ist ein Ergebnis der COMPASS-Studie (Cannabis for the Management of Pain: Assessment of Safety Study). Diese nationale Multicenter-Studie schaute sich die Sicherheit von medizinischem Cannabis bei Patienten mit chronischen Schmerzen an und wurde von Dr. Mark Ware vom Gesundheitszentrum der McGill-Universität in Montreal (Kanada) geleitet.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Patienten mit chronischen Schmerzen, die seit einem Jahr täglich Cannabis verwendeten, bei sorgfältiger Überwachung im Vergleich mit Schmerzpatienten, die kein Cannabis verwendeten, keine Zunahme von starken Nebenwirkungen aufwiesen. Sie begleiteten 215 erwachsene Patienten mit chronischen, nicht auf Krebs beruhenden Schmerzen, die medizinisches Cannabis konsumiertem, und verglichen diese mit einer Kontrollgruppe von 216 chronischen Schmerzpatienten, die kein Cannabis verwendeten. Die Studie wurde an sieben Schmerzzentren in Kanada durchgeführt. Die Cannabiskonsumenten hatten Zugang zu getrocknetem Cannabis mit einer Konzentration von 12,5 % von einem lizenzierten Cannabisproduzenten. Jeden Monat wurden die Patienten gebeten, Informationen zu Nebenwirkungen zu geben, sie unterzogen sich Tests der Lungenfunktion und der kognitiven Leistungsfähigkeit und wurden hinsichtlich ihrer Schmerzen, Stimmung und Lebensqualität befragt.

Ware MA, Wang T, Shapiro S, Collet JP; COMPASS study team. Cannabis for the Management of Pain: Assessment of Safety Study (COMPASS). J Pain, 15. September 2015 [Im Druck]

Science Daily vom 29. September 2015

Wissenschaft/Mensch: Der Cannabiskonsum durch Jugendliche nahm in den USA trotz der Legalisierung der medizinischen Verwendung in vielen Staaten ab

Viele Staaten der USA haben Gesetze zur Entkriminalisierung verabschiedet, und mehr als 20 Staaten haben die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert. Aber nach zwei neuen Studien ging der Cannabiskonsum durch Heranwachsende im gleichen Zeitraum zurück. "Trotz erheblicher Veränderungen der staatlichen Marihuana-Gesetze innerhalb der vergangenen 15 Jahre, hat der Cannabiskonsum unter Highschool-Studenten deutlich abgenommen", folgerte eine der Publikationen, die in der Zeitschrift Drug and Alcohol Dependence veröffentlicht wurde. Die Studie schaut sich den Cannabiskonsum unter allen Highschool-Studenten in den Vereinigten Staaten, der alle zwei Jahre mit dem National Youth Risk Behavior Survey erhoben wird, an. Im Jahr 1999 hatten 47,2 % aller Highschool-Besucher angegeben, in ihrem Leben jemals Cannabis konsumiert zu haben. Diese Zahl sank auf 36,8 % im Jahr 2009 und stieg erneut auf 40,7 % im Jahr 2013. Die Autoren der Studie fanden aber, dass dieser erneute Anstieg bisher nicht signifikant ist.

Die andere Studie, die in der Amerikanischen Zeitschrift für Drogen- und Alkoholmissbrauch publiziert wurde, legt einen Grund für den Abwärtstrend beim Konsum nahe: eine starke Ablehnung des Cannabiskonsums unter jüngeren Heranwachsenden hat in den vergangenen zehn Jahren erheblich zugenommen. Diese Studie schaute sich andere Daten an – Einstellungen gegenüber Cannabis und die Verwendung der Droge, wie sie in der Nationalen Umfrage zu Drogenkonsum und Gesundheit berichtet wurden. Diese Zahlen zeigen auch eine Abnahme der Cannabiskonsumraten zwischen 2002 und 2013. Die Ablehnung nimmt bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren stark zu.

Johnson RM, Fairman B, Gilreath T, Xuan Z, Rothman EF, Parnham T, Furr-Holden CD. Past 15-year trends in adolescent marijuana use: Differences by race/ethnicity and sex. Drug Alcohol Depend 2015;155:8-15.

National Youth Risk Behavior Survey

Washington Post vom 21. Dezember 2015

Wissenschaft/Mensch: Erfolgreiche Behandlung therapieresistenter ADHS im Erwachsenenalter mit Cannabis in einer Fallserie von 30 Patienten

Erwachsene Patienten mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), die gegen konventionelle pharmakologische Behandlungen (Methylphenidat, Atomoxetin sowie Amphetamine oder Amphetamin-Derivate) therapieresistent sind, können eine Verbesserung einer Vielzahl von Symptomen durch Cannabis erleben, darunter eine verbesserte Konzentration, einen besseren Schlaf und eine reduzierte Impulsivität. Es wurden die anonymisierten Krankendaten von 30 Patienten mit Erwachsenen-ADHS aus der Praxis von Dr. Franjo Grotenhermen in Rüthen (Deutschland) durch Dr. Eva Milz, medizinische Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie in Berlin (Deutschland), analysiert.

Alle Patienten hatten zwischen 2012 und 2014 eine Erlaubnis zur Verwendung von Cannabisblüten erhalten. In Deutschland können Patienten unabhängig von ihrer Erkrankung einen Antrag zur Verwendung von Cannabisblüten aus der Apotheke an eine Behörde (Bundesopiumstelle) des Bundesgesundheitsministeriums stellen, wenn die Standardtherapien einer bestimmten Erkrankung oder eines Symptoms nicht wirksam oder mit starken Nebenwirkungen verbunden sind. Das mittlere Alter der Patienten (28 männlich, 2 weiblich) betrug beim ersten Praxisbesuch 30 Jahre (Spanne: 21-51 Jahre). In 63 % der Fälle wurde die ADHS im Erwachsenenalter diagnostiziert. Alle Patienten, bei denen die Erkrankung in der Kindheit (im Alter zwischen 6 und 13 Jahren) diagnostiziert wurde, wurden zuvor mit Methylphenidat behandelt. Weitere pharmakologische Behandlungen waren Atomoxetin, Dexamphetamin, Lisdexamphetamin und Amphetamin-Saft. Diese Behandlungen wurden meistens aufgrund von Nebenwirkungen und häufig aufgrund ihrer mangelnden Wirksamkeit eingestellt. Acht Patienten nahmen weiterhin Stimulanzien ein und kombinierten diese mit Cannabis, während 22 Patienten Cannabis allein verwendeten.

Milz E, Grotenhermen F. Successful therapy of treatment resistant adult ADHD with cannabis: experience from a medical practice with 30 patients. Abstractbook der Cannabinoid-Konferenz 2015, 17. bis 19. September, Sestri Levante, Italien, Seite 85.

Wissenschaft/Mensch: Cannabis reduziert nach einer großen Umfrage Symptome einer Vielzahl von Erkrankungen

In einer Umfrage mit 1131 Teilnehmern, die Cannabis für medizinische Zwecke einnahmen und zwischen Dezember 2013 und Dezember 2014 die Fragen beantworteten, wurde eine durchschnittliche Symptomverbesserung der Erkrankungen von 3,96 auf einer Skala von -5 (Verschlechterung) bis +5 (Verbesserung) angegeben. Die leitende Autorin Dr. Michelle Sexton vom Zentrum für das Studium von Cannabis und Sozialpolitik in Seattle sowie des Bastyr-Universitätsforschungsinstituts in Seattle (USA) stellte diese Daten der laufenden Umfrage bei der Cannabinoid-Konferenz 2015 in Sestri Levante (Italien) vor.

Es konnten Personen aus der gesamten Welt an der anonymen Umfrage teilnehmen. Sie wurden in Cannabisverteilungsstellen des Staates Washington und durch das Internet gewonnen. Die Mehrzahl der Teilnehmer war männlich (55 %). Die häufigsten Symptome, wegen der die Teilnehmer Cannabis verwendeten, waren Schmerzen, Angst, Depressionen, Kopfschmerzen/Migräne und Arthritis. Die bevorzugte Einnahmeform war die Inhalation. Die meisten Teilnehmer konsumierten zwischen 3 und 7 g Cannabis pro Woche.

Sexton M, Finnell J, Stefano J, Mischley LK. An international survey of medical cannabis use: use patterns and health effects. Abstractbook der Cannabinoid-Konferenz 2015, 17. bis 19. September, Sestri Levante, Italien, Seite 38.

Um an der Umfrage teilnehmen zu können, gehen Sie bitte auf die Internetseite.

Kurzmeldungen

Wissenschaft: Sonderausgabe zu Cannabis durch die Zeitschrift Nature
Eine Sonderausgabe der Zeitschrift Nature zu Cannabis ist sechs Monate lang frei online verfügbar.
Internetseite

USA: Cannabis ist für den Freizeitkonsum in Oregon erhältlich
Am 1. Oktober begann in Oregon der Verkauf von Cannabis für den Freizeitkonsum. Oregon folgt dem Staat Washington und Colorado, indem es den Verkauf der Droge erlaubt, was nach den Bundesgesetzen illegal bleibt. Einwohner von Oregon im Alter von 21 Jahren oder älter können bis zu 7 g getrocknetes Cannabis in etwa 200 bestehenden Cannabisverteilungsstellen kaufen.
Reuters vom 1. Oktober 2015

Wissenschaft/Mensch: THC war nicht wirksam bei der Vorbeugung von Übelkeit nach einer Operation
In einer Studie mit 40 Patienten mit einem hohen Risiko für Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation, die 0,125 mg THC pro Kilogramm Körpergewicht oder ein Placebo am Ende einer Operation erhalten hatten, war THC dem Placebo nicht überlegen. Die Nebenwirkungen wurden von den Autoren als "klinisch relevant" beschrieben.
Universitätskrankenhaus Bern, Schweiz.
Kleine-Brueggeney M, et al. Anesth Analg, 30. September 2015 [Druck]

Wissenschaft/Mensch: Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung verwendeten höhere Cannabisdosen
In einer Studie mit 2.084.895 Personen mit entzündlicher Darmerkrankung und 2.013.901 Kontrollpersonen, wiesen Patienten mit der Darmerkrankung eine größere Häufigkeit, jemals Cannabis konsumiert zu haben, auf. Diese Patienten verwendeten zudem mit einer größeren Wahrscheinlichkeit höhere tägliche Dosen.
Krankenhaus der Tempel-Universität, Philadelphia, USA.
Weiss A, et al. Drug Alcohol Depend, 14. September 2015 [Im Druck]

Wissenschaft/Mensch: Die Endocannabinoid-Konzentrationen werden nicht durch eine Massage beeinflusst
In einer Studie mit 20 gesunden Probanden hatte eine Massage im Vergleich zu einem Zustand, in dem die Teilnehmer sich nur ausruhten, keine Wirkung auf die Spiegel der Endocannabinoide Anandamid und 2-AG (2-Arachidonoylglycerol) im Blut.
Institut für integrative medizinische Biologie, Universität von Umeå, Schweden.
Lindgren L, et al. BMC Res Notes. 2015;8:504.

Wissenschaft/Zellen: Anandamid und 2-AG haben verschiedene Wirkungen auf knochenproduzierende Zellen
Studien mit menschlichen Osteoblasten (Zellen, die Knochen produzieren) haben eine klare Beteiligung der Endocannabinoide Anandamid und 2-AG (2-Arachidonoylglycerol) bei der Modulierung der Aktivität menschlicher Osteoblasten ergeben. Allerdings unterschieden sich die Wirkungen der beiden Endocannabinoide.
Royal Derby Hospital, Universität von Nottingham, Großbritannien.
Smith M, et al. PLoS One. 2015 Sep 28;10(9):e0136546.

Wissenschaft/Tier: Die Aktivierung des CB2-Rezeptors verbessert die Durchblutung in den Kapillaren der Iris
Die systemische Gabe eines Cannabinoids verbesserte den Blutfluss in der Iris des Auges. Dieser Effekt wird sehr wahrscheinlich durch eine Aktivierung des CB2-Rezeptors vermittelt. Die Autoren schrieben, dass ihre "Befunde nahe legen, dass die Mikrogefäße der Iris als ein Modell zum Studium der Mikrozirkulation während einer systemischen Entzündung dienen können".
Pharmakologisches Institut, Dalhousie-Universität, Halifax, Kanada.
Toguri JT, et al. Clin Hemorheol Microcirc, 9. September 2015 [im Druck]

Wissenschaft/Mensch: Cannabiskonsum während der Schwangerschaft verursacht keine Fehlbildungen
In einer Studie mit 6.468 Schwangeren, von denen 361 Cannabis konsumierten, erhöhte Cannabiskonsum nicht die Anzahl der Komplikationen während der Geburt sowie Fehlbildungen der Neugeborenen. Allerdings nahm das Risiko für kleine Neugeborene um 30 % zu.
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Medizinische Fakultät der Universität von Cincinnati, USA.
Warshak CR, et al. J Perinatol, 24. September 2015 [im Druck]

Wissenschaft/Tier: Ein peripherer CB2-Rezeptoragonist schützt die Nieren vor Schäden durch Cisplatin
Ein synthetisches Cannabinoid (LEI-101), das den CB2-Rezeptor nur in der Peripherie und nicht im Gehirn aktiviert, schützte die Nieren vor Schäden durch Cisplatin, ein Medikament, das bei der Krebs-Chemotherapie verwendet wird.
Nationale Institute für Gesundheit, Maryland, USA.
Mukhopadhyay P, et al. Br J Pharmacol, 23. September 2015 [im Druck]

Wissenschaft/Tier: Ein Blocker des Abbaus von sowohl Anandamid und 2-AG ist wirksamer bei der Schmerzreduzierung als Blocker des Abbaus nur einer der beiden Endocannabinoide
Schmerzreduzierung als Blocker des Abbaus nur einer der beiden Endocannabinoide
Eine Substanz (JZL 195), die die Funktion von zwei Enzymen (FAAH und MAGL), die für den Abbau der beiden Endocannabinoide Ananadamid und 2-AG verantwortlich sind, blockiert, ist wirksamer bei der Reduzierung neurophatischer Schmerzen als Hemmer eines der beiden Enzyme allein.
Royal North Shore Hospital der Universität von Sydney, St Leonards, Australien.
Adamson Barnes NS, et al. Br J Pharmacol, 23. September 2015 [im Druck]

Wissenschaft/Tier: Die Gabe von THC bei Affen erhöhte nicht die Selbstverabreichung von Heroin
Rhesusaffen durften sich durch Betätigung eines Hebels selbst Heroin verabreichen. Die tägliche Behandlung mit THC im Abstand von 12 Stunden hatte entweder keinen Effekt oder reduzierte die Ansprechbarkeit auf Heroin. Die Autoren schrieben, dass eine wiederholte Gabe von THC „wahrscheinlich die positiven verstärkenden Effekte [von Heroin] nicht erhöht und möglicherweise reduziert“.
Zentrum für Gesundheitswissenschaften der Universität von Texas, San Antonio, USA.
Maguire DR & France CP. Behav Pharmacol, 21. September 2015 [im Druck]

Wissenschaft/Tier: Wechselwirkungen von THC und CBD
In einer Studie mit Mäusen, die THC, CBD oder eine Kombination aus THC und CBD erhielten, wurde gezeigt, dass CBD die durch THC verursachte Reduzierung von Bewegungen verstärkte, jedoch die Senkung der Körpertemperatur und die Angstauslösung durch THC reduzierte. CBD allein hatte keine Wirkung auf diese Effekte. THC erhöhte die Gehirnaktivität in 11 von 35 untersuchten Hirnregionen. Die gleichzeitige Verabreichung von CBD unterdrückte diese Aktivierung in 6 dieser Hirnregionen.
The Brain and Mind Centre, Universität von Sydney, Australien.
Todd SM & Arnold JC. Br J Pharmacol, 17. September 2015 [im Druck]

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