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ACM-Mitteilungen vom 29. Juli 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

jahrelang schwebte die auch politisch genutzte Befürchtung im Raum, die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken könnte möglicherweise den Zugang von Cannabis für Jugendliche erleichtern und so deren Konsum befördern.

Seit einigen Jahren gibt es Studien aus den USA, nach denen die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken in einer mittlerweile großen Anzahl amerikanischer Staaten die Zahl der jugendlichen Konsumenten und die Intensität ihres Konsums NICHT relevant beeinflusst. Eine aktuelle Studie zeigt sogar, dass die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum den Konsum durch Jugendliche reduzieren könnte. Die Gründe, die von den Verfassern der umfangreichen Untersuchung angeführt werden, sind einleuchtend. Wenn der Verkauf an Erwachsene legal ist und einen guten legalen Profit bringt, wird es für Dealer risikoreicher, sich nicht an die jeweilige Altersgrenze zu halten und beim Verkauf an Jugendliche erwischt zu werden. Patienten weiterhin die medizinische Verwendung von Cannabis zu verweigern, weil dies zur Verharmlosung von Cannabis beitrage und den Jugendlichen Konsum befördern könnte, verkommt damit noch deutlicher zu blankem Zynismus.

Die Strafverfolgung von Patienten, die keinen Arzt finden, der mit Ihnen die bürokratische Hürde der Kostenübernahme trotz Regressdrohung angeht, oder die keine Kostenübernahme erhalten, aber durchaus ärztliche Unterstützung finden würden, wenn dieses System verbessert würde, macht auch unter präventiven Aspekten des Jugendschutzes spätestens vor dem Hintergrund dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen Sinn mehr. Im Gegenteil: auch Jugendliche empfinden diese Strafverfolgung als ungerecht. Die anhaltende Strafverfolgung von Patienten untergräbt heute in allen Altersklassen das Vertrauen in die Politik. Das Cannabisgesetz aus dem Jahr 2017 und seine Novellierung in diesem Jahr waren wichtige Schritte in die richtige Richtung. Weitere müssen folgen.

Viel Spaß beim Lesen!
Franjo Grotenhermen

Umfrage zur Wirkung von verschiedenen Cannabissorten

Was in Deutschland von vielen Patienten und Ärzte als Vorteil empfunden wird, nämlich die Möglichkeit der Wahl zwischen verschiedenen Medizinalcannabisblüten, verursacht bei anderen Verwirrungen Unsicherheit.

Da stellen sich viele Patienten und Ärzte die Frage: In welchen Fällen sollte welche Sorte zum Einsatz kommen? Oder welche Sorten können mit einer vergleichsweise hohen Wahrscheinlichkeit bei diesem Patienten zu den besten Erfolgen führen?

Dazu möchte die ACM eine Umfrage unter Patienten durchführen. Zuvor möchten wir jedoch einige Patienten mit viel Erfahrung mit verschiedenen Sorten bitten, uns Ihre Erfahrungen qualitativ, jedoch strukturiert zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Grundlage können dann später sinnvolle Fragen entwickelt werden, um so eine größere Anzahl von Rückmeldungen mithilfe statistischer Verfahren quantitativ auswerten zu können.

An dieser ersten Runde der Befragung können nur Mitglieder der ACM teilnehmen, die mindestens 4 verschiedene Sorten ausprobiert haben. Bitte beantworten Sie uns die folgenden Fragen:

1. Wie alt sind Sie?
2. Welches Geschlecht haben Sie?
3. Welches sind die wichtigsten Symptome und Erkrankungen, für die Sie Cannabisblüten oder daraus hergestellte Extrakte einsetzen? Bitte nennen Sie maximal 4 Symptome oder Erkrankungen.
4. Bitte bewerten Sie die von Ihnen ausprobierten Sorten für jedes der Symptome/Erkrankungen auf einer Skala von 0-10? (0 = völlig unwirksam, 10 = sehr wirksam)
5. Wir beurteilen Sie den Einfluss der Sorte auf Wachheit und Sedierung von 0-10? (0 = macht sehr wach, 10 = macht sehr müde)
6. Wie beurteilen Sie den Einfluss der Sorte auf Ihr Aktivitätsniveau von 0-10? (0 = macht mich sehr träge, 10 = macht mich sehr aktiv)
7. Wie beurteilen Sie Geruch und Geschmack von 0-10? (0 = sehr schlechter Geruch/Geschmack, 10 = sehr guter Geruch/Geschmack)
8. Spielt der geringe Preisunterschied zwischen verschiedenen Cannabissorten bei Ihrer Wahl eine Rolle?
9. Welche Sorte bzw. welche Sorten bevorzugen Sie? Bitte begründen Sie dies in wenigen frei formulierten Sätzen.

Personen, die an dieser Umfrage teilnehmen möchten, melden sich bitte unter info@cannabis-med.org. Sie erhalten dann weitere Informationen zur Teilnahme an der Umfrage.

Sobald uns die Ergebnisse vorliegen, wird der Vorstand daraus einen detaillierten Fragebogen erstellen, der dann öffentlich zugänglich sein soll, damit sich viele Patientinnen und Patienten daran beteiligen können.

Presseschau: Cannabis auf Rezept: Viele Patienten gehen leer aus (Tagesschau)

Die Tagesschau berichtete über die weiterhin bestehenden Versorgungsengpässe bei den Cannabisblüten sowohl im Fernsehen als auch mit einem Artikel. Der Artikel auf der Tagesschau-Webseite thematisiert auch andere Probleme.

Cannabis auf Rezept: Viele Patienten gehen leer aus

Seit zwei Jahren gibt es Cannabis auf Rezept. Doch es gibt zwei Probleme: Apotheken berichten von Versorgungsengpässen - und viele Patienten müssen den Wirkstoff selbst zahlen.

"Mit Cannabis kann ich sehr viel besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen", erzählt Sebastian Hurth. Der junge Mann hat sogenannte Tics, die vom Tourette-Syndrom kommen - eine neurologische Erkrankung. Er macht unkontrollierte Bewegungen und ruft provokante Dinge, läuft ständig Gefahr, sich selbst zu verletzen.

Weil alle anderen Medikamente nicht mehr halfen, bekam er schon vor Jahren eine Ausnahmegenehmigung, Cannabis zu rauchen. Seither empfindet er Erleichterung. Er hat das Glück, dass seine Krankenkasse ihm mittlerweile die teuren Blüten bezahlt.

Viele Patienten empfinden Erleichterung, wenn sie Cannabis rauchen. Die Symptome ihrer Erkrankung sind dann erträglicher.

Probleme für Patienten
Das erst zwei Jahre alte Gesetz, das vor allem Schmerzpatienten den Konsum des Rauschmittels gestattet, macht es Betroffenen nicht gerade leicht, sich damit einzudecken. Den Krankenkassen reicht das Rezept vom Arzt meistens nicht, um die Kosten zu übernehmen. Selbst wenn sie eine Kostenzusage geben, ist noch lange nicht sicher, dass die Apotheken die richtige Sorte Cannabis liefern können.

Sebastian Hurth musste kürzlich drei Monate lang auf seine Blüten warten. Dann muss er auf eine der anderen rund zwanzig Cannabis-Sorten umsteigen und weiß vorher nie, ob und wie sie auf ihn wirken wird oder wie er sie dosieren muss.

Noch zu wenig Cannabis
Der Engpass in der Versorgung kommt unter anderem daher, dass erst seit diesem Jahr in Deutschland medizinisches Cannabis angebaut werden darf. Zurzeit verkaufen die Apotheken ausschließlich Cannabis aus Kanada und, den Niederlanden. In diesem Jahr schrieb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte den Anbau von 10,4 Tonnen Medizin-Cannabis an Firmen aus. Ende 2020 wird die erste Ernte erwartet.

Sandra Grußbach vom Cannabis-Importeur Cannamedical Pharma bezweifelt, dass diese Menge den Bedarf wird decken können. "Die von der Cannabis-Agentur ausgeschriebene Menge wird nicht signifikant zur Verbesserung der Lage in Deutschland beitragen."

Gleichzeitig steigt die Nachfrage rasant. Schätzungen zufolge beziehen in diesem Jahr etwa 15.000 Patienten cannabinoide Wirkstoffe.

Vor allem für Schmerzpatienten
Der Arzt Franz Josef Grotenhermen, Befürworter von Hanf als Arzneimittel, ist überzeugt, dass eine Million Patienten in Deutschland erfolgreich mit Cannabis behandelt werden könnten. Er sieht das Hauptproblem nicht bei der Bereitstellung größerer Mengen, sondern bei der Kostenübernahme durch die Krankenkassen. "Diese stehen hauptsächlich für Schmerzpatienten ein."

"Patienten mit neurologischen oder psychologischen Erkrankungen werden fast durchweg abgewiesen und müssen ihre Dosis selbst bezahlen", so der Arzt. Weil aber gerade chronisch kranke Menschen oft nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügten, blieben sie ohne Therapie oder müssten das Cannabis illegal selbst anbauen oder es sich illegal auf dem Schwarzmarkt besorgen. "Denn bei Schwarzmarkt-Dealern gibt es die Blüten für die Hälfte dessen, was Apotheken verlangen müssen."

Erst seit diesem Jahr darf in Deutschland medizinisches Cannabis angebaut werden. Das ist ein Grund für den Engpass in der Versorgung.

Wissenschaftliche Studien fehlen
Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherer sieht sich zu Unrecht in der Kritik: "Die GKV sind vom Gesetzgeber verpflichtet worden, die Kosten zu tragen, ohne dass es ausreichende Informationen zur Wirksamkeit der Cannabinoiden gibt", sagt Claudia Widmaier vom Verband. "Der Gesetzgeber hat darauf gesetzt, dass sich aus der Versorgung heraus zeigen wird, ob (…) Cannabis bei welchen Patienten wirkt oder nicht."

Dass es zu wenige Studien gibt, sieht auch Grotenhermen so. Würden Studien den lindernden Effekt von Cannabis untermauern, könnten die Krankenkassen Therapien nur noch schwer ablehnen. Die Pharmaindustrie habe aber keinen Grund, solche Langzeitstudien für viel Geld aufzulegen, da Cannabisblüten nicht patentierbar sind.

Für Grotenhermen steht fest: Die verschiedenen Cannabisblüten mit ihren mal beruhigenden, mal aktivierenden Wirkstoffen lindern bei weitem nicht nur die Leiden von Schmerzpatienten. Auch ADHS, Posttraumata, Tourette, Zwangsstörungen oder Cluster-Kopfschmerz habe er schon mit Cannabis behandelt und gute Erfolge erzielt. Doch die betroffenen Patienten hätten alle ihre Therapie selbst bezahlen müssen.

Cannabis auf Rezept - wo, wie, warum?
Kiffen gegen Krebs? So einfach ist es wohl nicht, aber unbestritten ist die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis. Eine Gesetzesreform erleichtert nun den Bezug. Wer profitiert von der Reform? Und wo wird Cannabis eingesetzt? Barbara Schmickler mit Antworten. | mehr

Ärzte unter Druck gesetzt?
Der Psychologe und Psychiater Peter Hess sieht eine große Unsicherheit und Unkenntnis bei niedergelassenen Ärzten. Manche seiner Kollegen würden nicht mit Cannabinoiden behandeln, weil diese als Einstiegsdroge einen schlechten Ruf in der Gesellschaft hätten.

Weil er offen für Cannabis-Therapien ist, rennen die Leute ihm die Bude ein. Es rechne sich auch nicht für ihn, denn für jeden Einzelnen müsse er aufwendige Gutachten für die Kostenübernahme der Krankenkasse schreiben, die dann in vielen Fällen sowieso abgelehnt würden. Der Anrufbeantworter seiner Praxis erklärt Anrufern, dass Hess keine neuen Patienten mehr annehmen könne.

Weil die Blüten so teuer seien, je Gramm 25 EURo, würden Kassenärzte auch noch Gefahr laufen, ihr Verschreibungsbudget zu überziehen und Regressforderungen zu bekommen bzw. eine Wirtschaftsprüfung zu provozieren.

Vorbehalte gegen Cannabis als Medizin
Die scheidende Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, sprach sich klar gegen die stärkere Ausbreitung von Cannabis als Medizin aus. Die Nachfrage, sagte sie kürzlich, habe nicht nur medizinische Gründe. Lobbyisten würden den Patienten einreden, dass Cannabis die beste Medizin für sie sei.

Das allerdings verhindert schon das Betäubungsmittelgesetz. Es verbietet die Verschreibung von Cannabis, solange auch andere Medikamente Wirkung zeigen.

Presseschau: Wissenschaftlich ist diese Aussage unhaltbar (Luzerner Zeitung)

Der Schweizer Cannabis-Experte Professor Rudolf Brenneisen erläuterte im Interview, welche Forderungen er an die Politik hinsichtlich der Verwendung von Cannabispräparaten hat.

Wissenschaftlich ist diese Aussage unhaltbar

Rudolf Brenneisen, emeritierter Professor für Phytochemie, relativiert die Aussagen des Urner CBD-Produzenten Mitchel Monckton.

Rudolf Brenneisen ist an der Universität Bern emeritierter Professor für Phytochemie, war während sechs Jahren Berater der UNO beim International Drug Control Programme und ist heute Leiter der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Cannabinoide in der Medizin (SACM) und Generalsekretär der Schweizerischen Akademie der Pharmazeutischen Wissenschaften.

«Hanf kann Krebs heilen.» So etwas hört man in der CBD-Gemeinde oft. Hat das Gerücht einen wahren Kern?

Rudolf Brenneisen: Wenige, der SACM zugetragene Fallberichte von Patienten, die behaupten, Cannabis oder Cannabinoide (THC, CBD) habe sie von Krebs befreit, sind mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Die Selbsttherapie erfolgte in der Regel nicht unter medizinischer Kontrolle. Zudem konnte jeweils eine Spontanheilung nicht ausgeschlossen werden. Eine abschliessende Beurteilung «Cannabis gleich wirksam gegen Krebs» ist also auf dieser Basis verantwortungslos und wissenschaftlich unhaltbar. Die für eine entsprechende Aussage notwendigen klinischen Studien sind sehr aufwendig und deshalb praktisch inexistent, dies unter anderem auch wegen mangelnder Kooperations- und Investitionsbereitschaft der Pharmaindustrie. Eine Rolle spielen mag hier auch die immer noch vorhandene Stigmatisierung der Cannabispflanze. Hoffen lassen aber positive Experimente aus dem Labor, dies zum Beispiel an speziellen Krebszelllinien und Versuchstieren. Erwähnenswert ist zum Beispiel die Studie von Alessia Ligresti am Istituto di Chimica Biomolecolare, Italien, aus dem Jahre 2006. Diese hat an Mäusen mit implantierten menschlichen Brustkrebszellen eine hemmende Wirkung von CBD nachgewiesen. Andere Studien haben gezeigt, dass vor allem THC in Kombination mit CBD wirksam ist, zum Beispiel bei Hirntumoren. Solche Kombinationen können die klassische Chemo- und Strahlentherapie effizienter machen.

Besteht ein therapeutischer Unterschied zwischen CBD und THC?

Gut bewiesen ist etwa die Wirkung von THC bei Muskelkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Auszehrung, während CBD vor allem bei Epilepsien, Angst- und Schlafstörungen, schizophrenen Psychosen sowie Entzündungen eingesetzt werden kann. THC und CBD wie auch Cannabispräparate bleiben aber angesichts der etablierten registrierten Medikamente weiterhin Nischenarzneimittel. So wird THC Morphin sicher nicht ersetzen, höchstens ergänzen können.

Ist die Einnahme von Hanföl im Unterschied zum Rauchen bedenkenlos?

Das Schlucken von Cannabispräparaten ist einfach und nicht organbelastend. Nachteil ist, dass die Leber bis zu drei viertel des THC und CBD abbaut und damit deaktiviert. Beim Rauchen ist der Abbau weniger ausgeprägt, die Wirkung tritt im Gegensatz zum Schlucken sehr rasch ein, die Verbrennungsnebenprodukte belasten aber bei längerer Anwendung die Atemorgane.

Sind CBD und THC auch bei Kindern einsetzbar?

Grundsätzlich ja. CBD löst keinen Rausch aus und ist in der Regel auch in hohen Dosen sehr gut verträglich. Demnächst könnte CBD nach den USA auch in EURopa als Medikament gegen sehr schwere kindliche Epilepsiekrankheiten zugelassen werden. Der Einsatz von THC bei Kindern muss wegen des je nach Dosis auftretenden Rausches ethisch und medizinisch sehr sorgfältig evaluiert werden. Je nach Indikation und Schweregrad der Krankheit ist THC aber durchaus eine Therapieoption.

Welche Forderungen haben Sie an die Politik in Bezug auf Hanf?

Obwohl sich die wissenschaftliche Faktenlage betreffend dem therapeutischen Nutzen von Cannabinoiden und Cannabis laufend verbessert, ist es leider heute eine Tatsache, dass in der Schweiz viele Patienten immer noch gezwungen sind, unkontrollierte Selbstmedikation mit qualitativ nicht sicherem Strassenhanf oder Cannabis aus Eigenanbau zu betreiben und allenfalls kriminalisiert werden. Als Medizinalperson interessiert mich primär der medizinisch-pharmazeutische Einsatz des Cannabis. Die Therapie mit Cannabis und Cannabinoiden ist sehr anspruchsvoll und gehört deshalb in die Hände von Ärzten und Apothekern. Die Verschreibung von Cannabispräparaten mit mehr als 1 Prozent THC erfordert eine Sonderbewilligung des Bundesamts für Gesundheit, was administrativ aufwendig ist und viele Ärzte abschreckt. Dies soll nun mit einer Revision des Betäubungsmittelgesetzes geändert werden. Die Vernehmlassung ist soeben angelaufen.

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